Januar 21, 2018 Maurizio Di Costanzo

Musik macht Marken: Mit dem richtigen Sound mehr verkaufen

Musik geht nicht zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus. Fahrstuhlgedudel im Gourmettempel, Schlager-Dauerberieselung im Lieblingsrestaurant oder die immer gleichen Lounge-Musik-Warteschleifen in Hotel-Lobbys verwürzen im Zweifel den Genuss oder nerven Reisende schon bei der Ankunft. „Für den Erfolg in Hotellerie und Gastronomie ist die zum Konzept passende Musik ebenso wichtig, wie eine gute Küche, aufmerksamer Service oder die stimmige Einrichtung. Genau wie eine versalzene Suppe ruiniert auch die unpassende akustische Dynamik eines Raumes jedes gastronomische Konzept“, sagt Daniel Stoiber, Leiter der Musikredaktion von Ketchup Music.

Andersherum könnten über bestimmte Musikkonzeptionen verschiedene Gästesegmente angesprochen und an ein Hotel oder ein Restaurant gebunden werden“, so der Musikexperte. Musik ist Marke, und der richtige Sound unterstützt die emotionale Identifikation der Gäste mit einem Produkt und ermöglicht, maßgeschneidert auf einen Raum, die aktuelle Saison, das Angebot oder sogar die Tageszeit, die gewünschte Positionierung. Auditives Marketing nenne sich das, ergänzt Daniel Stoiber und kann seinen Thesen mit Zahlen belegen.

Gäste wollen Einzigartigkeit

Musik transportiert die Identität und das Konzept des Betriebes und zieht sich wie ein roter Faden durch den kompletten Außenauftritt. Bei der Bindung von Gästen in Hotellerie und Gastronomie geht es im Kern darum, Einzigartigkeit auszudrücken. Dabei können durch eine entsprechende Audio-Untermalung ganz unterschiedliche Atmosphären und Effekte erzeugt werden. Und gerade die geschaffene Atmosphäre ist für die Inszenierung des Images von entscheidender Bedeutung.

Viele Unternehmen treffen bei der Auswahl der Musik jedoch die falsche Entscheidung. Essentiell ist dabei nicht etwa der vermeintliche Geschmack der Zielgruppe, sondern die nahtlose Einbindung der Musik in die Identität des Betriebs. Die Musik muss also der Marke entsprechen und nicht zwingend dem Geschmack der Gäste. So erzeugt erst ein stimmiges Sound Branding, also die Kombination von Musik mit dem Raum, der passenden Einrichtung, den verwendeten Materialien und dem Lichtkonzept ein emotionales Bild, das bei den Gästen haften bleibt und gerne weitererzählt wird.

Gäste wollen abgestimmten Sound
Wie sehr die Gäste auf die gespielte Hintergrundmusik reagieren, machte auch eine aktuelle Studie der Verwertungsgesellschaft AKM und des Veranstalterverbands Österreich (VVAT) deutlich: Für 63 Prozent der befragten Gäste war es wichtig, dass die im Hintergrund gespielte Musik und das Ambiente der Gaststätte aufeinander abgestimmt sind. Da der Sound des Unternehmens im Idealfall einzigartig ist, ist der Wiedererkennungswert auch außerhalb der Betriebsräume gegeben. Das stärkt die eigene Marke und vertieft somit die Kundenbindung.

Der Sound des Unternehmens hat dabei nicht nur Auswirkungen auf das Image der Marke. Aktuelle  Studien belegen, dass der Einsatz passender Musik klare finanzielle Vorteile verspricht. So wiesen Clare Caldwell und Sally A. Hibbert in einer Studie bereits im Jahr 1999 nach, dass sich das Musiktempo unmittelbar auf das Verhalten von Restaurantgästen auswirkt. Die Ergebnisse machten deutlich, dass ein langsames Musiktempo zu einer deutlich gesteigerten Verweildauer und einer signifikanten Erhöhung der Ausgaben für Speisen und Getränke führt.

Zu ähnlichen Ergebnissen kam auch eine weitere Studie, die die Auswirkungen von Musik auf das Kaufverhalten von Restaurantgästen analysierte. Dazu wurden in einem groß angelegten Versuch verschiedene Playlisten verglichen, die entweder dem Image des Restaurants entsprachen oder zufällig ausgewählte Hits enthielten. Und der festgestellte Unterschied war enorm: So erhöhten sich die Verkäufe bei Nutzung markengerechter Musik um 4,8 Prozent. Wurde hingegen die zufällig zusammengestellte Playlist verwendet, die nicht auf die Marke abgestimmt war, gingen die Verkäufe um 4,3 Prozent zurück. Darüber hinaus erhöhte die Verwendung markengerechter Musik die Wahrscheinlichkeit zusätzlicher Bestellungen. So stieg in der Untersuchung beispielsweise die Anzahl verkaufter Nachtische um mehr als 15 Prozent.

Passende Musik bringt mehr Umsatz
Dies bestätigte auch die Studie der Verwertungsgesellschaft AKM und des Veranstalterverbands Österreich (VVAT). Dabei gaben 44 Prozent der befragten Gäste an, dass sie mehr trinken würden, wenn die Musik die Stimmung aufheize. Für jeden zweiten Gast wurde der Abend zudem erst durch die Musik so richtig rund. Für sie gehört Musik zu einem gemütlichen Abendessen einfach mit dazu.
Die Nutzung der passenden Musik hat also einen deutlichen Einfluss auf das Konsumverhalten der Gäste. Wird die Auswahl noch um unbekannte Stücke ergänzt, die ebenfalls der Identität des Unternehmens entsprechen, kann diese Wirkung sogar noch erhöht werden. Doch auch die alten Hits funktionieren bei den Gästen: So gaben in der Studie von AKM und VVAT 66 Prozent der Befragten an, dass die Musikklassiker eigentlich immer gut ankämen.

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Die Klangexperten von Ketchup Music beraten gerne und finden den guten Ton.
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